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Schüler organisierten Schulprojekt








Schüler organisierten Schulprojekt

Lisa und Verena, beide 17 Jahre alt, Schülerinnen der Edith-Stein-Schule in Ravensburg hatten die Idee. Sie wollten ihren Mitschülern einen Wanderritt organisieren. Diese Expedition gehörte zu den speziellen Aufgaben, aus denen sich alle Schüler der Schule etwas aussuchen konnten, um im Rahmen eines umfangreichen Aktionsprogramms ihr Engagement für die Gemeinschaft unter Beweis zu stellen. Es soll gleich gesagt werden: Der Dreitagesritt ist den beiden rundum gut gelungen!

Lisa und Verena fanden tatsächlich fünf weitere Mitschüler, die den Ritt mitmachen wollten. Leider fielen zwei Reiter wieder aus, weil sie Probleme mit den Pferden hatten. Die fünf, Lisa, Verena, Anne, Sabrina und Johannes waren gut vorbereitet für das Experiment. Ihr Schulleiter hatte sich im Vorfeld aber doch etwas rückversichert und Martin Stellberger, Berittführer (FN) aus Weingarten als ?stillen? Begleiter für alle Fälle engagiert. Er hatte den Realschullehrer vom Bildungszentrum Bodnegg ?ausgeliehen?. Der Gedanke lag nahe, denn Lisa und Verena hatten in ihrer Schulzeit am BZ Bodnegg (Kooperation Schule-Verein) bei Martin Stellberger die Ausbildung zum Wanderreiterabzeichen Stufe 2 erworben. Sie hatten also ihre Kenntnisse aus der Schule in der neuen Schule angewandt. Sie hatten wohl damals gut aufgepasst, denn dem Ritt fehlte nichts! Alle Punkte von der Vorplanung über die Termin- und Unterkunftsabsprache, Gepäcktransfer und Route sowie Pferdeversorgung klappten wie am Schnürchen.

Von Karsee (Wanderreiterstation 38) aus ging es am ersten Tag (Freitag, 14. Juli 2006) Richtung Kisslegg und dann nach Rast zu Maritta Conrad (Station 57). Unterkunft und Gastfreundschaft waren hier wie immer spitze. Von Rast aus erreichten die Reiter Arnach südlich umreitend, dann nördlich gegen Eintürnen zu einen hochgelegenen Punkt (697 m.ü.d.M.), von dem aus sich ein herrlicher Blick auf den weiter nördlich im Tal liegenden Rohrsee erschloss. Beim bekannten Freizeitpark Alpakahof (www.alpakahof.de) wurden die Pferde getränkt. Gerda und Anton Leichtle, die freundlichen Besitzer, sorgten persönlich für den Wassernachschub. Jenseits des Haidgaus wartete die Station Gestüt Ehrensberg auf die Reiter (Station 48). Auch hier waren Heidrun und Mik Hoyer auf die Reiter vorbereitet. Im sogenannten ?Clubhaus? standen Feldbetten bereit, für die Pferde gab es Boxen. Auch der zweite Abend der Reiter klang mit Gitarre und Liedern am Grillfeuer fröhlich aus.

Am Sonntag ging es dann direkt nach Süden Richtung Heimat. Die Pferde ahnten wohl, dass der heimische Stall schon wartete. ?Ums Rumgucken? hatten die Reiter über herrliche Waldwege Wolfegg erreicht. Johannes und Lisa kannten sich von hier aus gut aus und führten von Wolfegg über schöne Wege nach Karsee. Dort warteten schon die Eltern mit den Pferdetransportern. Auch das Gepäck war schon eingetroffen. So dauerte es nicht lange, bis die Pferde verladen waren. Im Gasthaus Adler (Wanderreiterstation 38), dem Elternhaus von Lisa, trafen sich Reiter und Eltern noch zu einem kurzem Abschiedstrunk, dann war Schluss.

Ein schöner Ritt mit einer tollen Kameradschaft war zu Ende. Am liebsten hätten alle zusammen noch drei weitere Tage angehängt.
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