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s härzlechs Grüessech usem Kanton Bärn / Schwiiz!








Hallo an alle unseren super netten Gastgeber in der Zeit vom 28.05. - 12.06.2007!

Nun ist schon wieder rund ein Monat vergangen, seit wir zu Hause angekommen sind, und wir sind wieder am Brötchen verdienen und denken gerne an unseren Wanderritt durch Deutschland zurück.

Nach anfänglich nassem Wetter wurde es während unserer Tour zunehmend besser und freundlicher. Leider mussten wir den Ritt dann doch früher abbrechen als eigentlich geplant. Ein Pferd zeigte sich nach 12 Tagen "faul" und "sperrig". Und das ausgerechnet der Freiberger - das Arbeitstier! Es war nicht tragisch, aber da uns unsere 4-Beiner am Herzen liegen und wir sie lieber verwöhnen als quälen wollen, beendeten wir den Ritt in Ravensburg-Bavendorf. Wir gönnten uns in Deutschland noch zwei weitere Tage und Ausritte, aber ohne Gepäck. So konnten wir noch sämtliche Gangarten richtig genießen, bevor wir dann nach Hause fuhren.

Im Anhang sende ich euch einen Auszug von Photos. Wieder einmal typisch: wir hatten hauptsächlich unsere Viecher fotografiert - alles andere muss uns einfach in Erinnerung bleiben. Anfänglich machte uns das Wetter auch etwas einen Strich durch die Rechnung, so dass die Lust fehlte, den Fotoapparat überhaupt auszupacken.

Wen es interessiert, kann auch unser Blitz-Tagebuch gerne lesen. Wie man sieht, haben wir uns immer über weiche Betten gefreut und das Essen spielte auch eine wichtige Rolle :-) Die Unterkünfte waren teils recht unterschiedlich, was den ganzen Ritt auch spannend machte. Das schönste war aber immer der Kontakt zu den Menschen! Darüber können wir nur positiv berichten und es hat unseren Urlaub sehr bereichert! Immer wurden wir herzlich empfangen und können eigentlich jede Unterkunft weiter empfehlen!

Ganz, ganz herzlichen Dank an jede/jeden von Euch, dass ihr unseren Urlaub mitgestaltet und unvergesslich gemacht habt! MERCI!

Freundliche Grüsse aus der Schweiz und vielleicht auf ein Wiedersehen (die Gegend wäre ja auch ganz schön, um mit dem Fahrrad Urlaub zu machen).

TAGEBUCH

Montag, 28.05.2007 Abritt 12:40 h
Netter Empfang bei Monika und Michael. Der Jeep "saut" ganz schön! Um 12:40 h geht?s los bei leichtem Regen. Die Landschaft ist schön, durch das nasse Wetter ist aber alles etwas trist. Herzlicher Empfang auf dem Haflingerhof. Zum Erwärmen gibt?s einen Schnaps. Abendessen in der Dorfkneipe mit Rentner-Bedienung. Ankunft 16:30 h

Dienstag, 29.05.2007 Abritt 10:50 h
Es schüttet wie aus Kübeln und scheint nicht besser zu werden. Prima Frühstück, trotzdem trödeln wir mit dem Aufbruch? Kaum aufgebrochen, springt Askia in den Dorfbrunnen. Ungewolltes Morgenbad. Und dann werden wir so nass, wie befürchtet. Die Stimmung ist mässig - die Landschaft kann gar nicht genossen werden und zudem ist es saukalt. Unterwegs treffen wir noch auf freilaufende Tiere. Bei unserer Unterkunft werden wir super aufgewärmt (Cheminée sei Dank!). Nur die Pferde frieren anfangs noch etwas. Für die Hunde gibt es Doggen-Verpflegung. Ankunft 14:30 h

Mittwoch, 30.05.2007 Abritt 10:30 h
Super schönes Wetter! Dafür ein unfreundlicher Nachbar am Morgen früh. Hoch motiviert reiten wir durch die sanfte Hügellandschaft. Ehrst gibt es längere Asphaltstrecken, dann wunderbare Waldwege. Nachdem einige Missverständnisse wegen der Unterkunft geklärt wurden, erhalten wir ganz liebes Asyl in der Eckartsmühle inkl. Spaghetti-Plausch und Deluxe-Verfütterung unserer Vierbeiner (Napf grösser als Askia). Ankunft 14:45 h

Donnerstag, 31.05.2007 Abritt 09:45 h
Morgens sieht es wieder aus als würden wir nass. Netterweise hält das Wetter dann ziemlich gut. Schöne Feld- und Wanderwege. Für die Pferde finden wir einen guten Platz, um Rast zu machen und sie grasen zu lassen. Luxor wälzt sich auch gleich im ziemlich hohen Gras! Wir selber knabbern einmal mehr Riegel + Dörrfrüchte (und wie kann man zusätzlich noch Bananenriegel kaufen!!). Mässig nette Ankunft. Den Vorschlag, die Pferde hinter dem Gasthof anzubinden, lehnen wir ab. Die Alternative ist nicht viel besser und wesentlich staubiger. Aber sie scheinen sich in den Boxen wohl zu fühlen und müssen dort ja nur eine Nacht verbringen. Wir erhalten dagegen super tolle Betten. Ankunft 16:45 h

Freitag, 01.06.2007 Abritt 10:30 h
Wetter sieht wieder extrem nass aus. Aber auch heute weniger schlimm als erwartet. Etwas spät brechen wir ins wunderbare Donautal auf. Wie wohl die Aussicht von so einer Burg über das Tal aussieht? Nebst ziemlich viel Asphalt hat es auch ganz schöne Naturstrassen-Abschnitte auf dem Radweg. Nach rund 7 Std. nonstop erreichen wir für Pferd und Reiter eine tiptope Unterkunft mit gutem Restaurant. Luxor pennt bereits um 21:00 h. Im Stall wimmelt es nebst den Kaninchen und Hühnern von Mäusen, was in aber scheinbar nicht stört. Ankunft 17:45 h

Samstag, 02.06.2007 Abritt 11:15 h
Nur ganz kurze Strecke. Es geht nochmals durchs Donautal. Wir haben für alles Zeit - auch für die Kinder, die unsere Tiere bewundern. Nach dem Donautal ist es landschaftlich weniger interessant. Trägt sicher auch wieder das triste Wetter bei. Aber wenigstens bleibt es trocken. Askia zeigt sich erfolgreich bei der Hasenjagd. Das Tierchen bringt sich durch die Beine von Luxor in Sicherheit. Die Unterkunft findet sich einfach und unsere beiden Pferde dürfen zu zwei Unbekannten auf die riesige Weide. Wenigstens sind unsere beiden die Stärkeren. Wir verbringen dann einen ganz langweiligen Samstagabend mit alten Pferdezeitschriften. Die Hunde erhalten Würste und Knochen. Ankunft 13:30 h


Sonntag, 03.06.2007 Abritt 10:00 h
Super Frühstück mit gebratenem Fleischkäse und Muffins! Dann geht es los in eine nicht sehr interessante Landschaft. Dafür in einen riesigen Wald, wo wir uns beinahe verirren. Um Mittag erhalten wir Besuch von Nadine, Martin, Lukas und Woody! Endlich komme ich zu meinem Kafi unterwegs inkl. Gelati! Das Wetter wurde mittlerweile freundlich und wir werden super nette von Heidi empfangen, die uns auch gleich mit Spaghetti bekocht. Wir verbringen einen netten Abend bei einem guten Tropfen Rotwein. Ankunft 16:15 h

Montag, 04.06.2007 Abritt 11:30 h
Endlich schönes Wetter. Die Beherbergung bei Heidi ist so gemütlich, dass wir noch lange beim Frühstück verweilen. Heidi begleitet uns das erste Wegstück mit ihren zwei Shettys. Die Pferde werden etwas von Bremsen geplagt und Clovis findet es wohl langsam zu anstrengend. Wir gehen heute einkaufen und binden Pferde und Hunde in einen Fahrrad-Unterstand. Auf dem 2. Wegteil sind wir dann doch ziemlich im Verkehr. Bei unserer Ankunft sind alle etwas erstaunt. Wir wurden vergessen, aber nicht weniger herzlich empfangen. Abends haben wir noch Theorie-Unterricht über Barhufe? Ankunft 18:00 h

Dienstag, 05.06.2007 Abritt 10:30 h
Heute habe ich sogar einen Sonnenbrand geholt. Den Hunden machte die Hitze auch zu schaffen, zudem sind wohl ihre Pfoten etwas empfindlich. Das Gras wächst überall so hoch, dass die Pferde nur fressen wollen. Schöne Strecke entlang einem Bach, was uns von hilfsbereiten Menschen fast aufgedrängt wurde. Am Mittag gabs Rast und kalte Pizza vom Vortag und die Nacht werden wir auf einem Feldbett verbringen. Die Pferde haben dafür wiedermal Boxen gekriegt. Ankunft 17:00 h

Mittwoch, 06.06.2007 Abritt 11:00 h
Anfänglich war es neblig. Kurzer Halt in einer Bäckerei, um Hundefutter und Rüebli zu kaufen (es war schliesslich Katzenfutter und den Hefeschnecken konnte ich auch nicht widerstehen). Das Gelände war flach und nicht besonders interessant. Clovis sehr faul und Katrins Hintern ist wund. Dann wurde es wieder hüglig und sonnig. Super schöner Rast an einem See. Kurz vor der Ankunft an einer furchtbaren Industrie vorbei. Dann haben uns wieder Feldbetten erwartet. Aber abgesehen davon, war die Unterkunft super nett mit wunderbarem Grillabend und lustiger Unterhaltung. Ankunft 17:15 h

Donnerstag, 07.06.2007 Abritt 11:30 h
Wir haben uns zum Abreiten wieder einmal Zeit genommen. Vor uns lag nur eine kurze Strecke. Es war dann aber während rund 2 ½ Std. fast ausschliesslich Asphalt. Askia bekam "Schuhe" verpasst, da sie die Pfoten schonte. Wir kamen kaum vorwärts. Clovis weiterhin faul und Luxor läuft wie ein "Duracell-Häschen"! Dann durch ein angenehmes Stück Wald und zu unserer Unterkunft, wo die Pferde gut untergebracht wurden und wir mit Matten vorlieb nehmen mussten. Wir wurden zu einer Pizzeria geführt, wo es grosse Pizzen gab (ich war froh, schließlich gab es kein Mittagessen). Der Initiator von "Wanderreiten in Oberschwaben" und sein Kollege leisteten uns Gesellschaft. Ankunft 15:30 h

Freitag, 08.06.2007 Abritt 10:30 h
Wir schlagen also die Route nach Empfehlung von Martin ein. Zuerst ist es noch eher kühl und windig und ich fühle mich etwas kränklich. Im Wald kommen wir aber vorerst nicht weiter, weil wir plötzlich vor einem Zaun stehen. Zur Abwechslung gibt es aber dann einen Kafi-Halt mit Glacé und unsere Tiere werden als "Streichelzoo" hinter dem Gasthof angebunden und bewundert. Richtung Ravensburg sind wir dann ziemlich im Verkehr, aber der Durchgang durch die Stadt ist weniger schlimm als erwartet. Nur die Eisen-Fussgänger-Brücke über die Hauptverkehrsachse zerrt etwas an meinen Nerven. Die Pferde stapfen aber wacker darüber. In Ravensburg wird es dann richtig warm und Clovis geht zunehmend schlechter vorwärts und richtig breitbeinig. Froh, geht es bis zu unserem Logis nicht mehr so lange. Wir sind zudem gespannt auf den "wilden" Franz (Wild). Wir treffen aber bei einer guten Unterkunft für die Pferde ein und bei Matratzen für uns. Beim Abendessen im Restaurant spekulieren wir ausgiebig über Clovis' Verfassung. Ankunft 16:30 h

Samstag, 09.06.2007
Leider keine wirkliche Verbesserung bei Clovis. Wir entschliessen uns, die Etappe ausfallen zu lassen. Wie sich später herausstellt, sind wir darüber dann noch froh, weil sich der Hubertushof eh nicht dort befunden hätte, wo vermutet! Wir informieren Phip, der uns trotzdem besuchen will (J) und können die Pferde bei Anita in Obhut lassen. Wir besuchen bis zur Ankunft von Phip mit den Hunden Ravensburg. Gibt zu Fuss einen schönen Spaziergang von rund 8 km, so dass wir anschliessend schlemmen können. Der Hubertus überrascht uns dann am Abend mit einer super riesigen Wohnung und 2 Schlafzimmer! Welche Freude nach den Feldbetten und Matten?

Sonntag, 10.06.2007
Wir bekommen ein Frühstück ... Mittlerweilen sind wir gewohnt, Berge zum Frühstück zu verdrücken. Es gibt noch eine kleine Rüge, weil die Hunde die Hauskatze auf einen Baum gejagt haben .Mit Phip erkundigen wir dann den Schlosspark von Schloss Salem und fahren dann an den Bodensee nach Meersburg. Der Ort ist wunderbar und versetzt uns in richtige Ferienstimmung. Auch das Wetter stimmt. Zum Abschluss gönnen wir uns ein etwas feudaleres Abendessen (jedenfalls die einen, die anderen wählen wieder einmal Salat?).

Montag, 11.06.2007
Wir haben uns entschlossen, mit Phip bis zur Grenze zurückzufahren, um den Transporter zu holen, da wir nicht wissen, wie fit Clovis nun ist. Bei den Wilds schaut dann noch ein Tierarzt vorbei. Er kann zwar nicht genau sagen, was dem Pferd fehlt, meint aber, dass etwas Bewegung nicht schaden wird. Wir melden uns bei der Criollo-Ranch kurzfristig an, wo wir noch einen 2-stündigen Ausritt an den Rhein unternehmen. Abends werden wir von Heiko wunderbar bekocht und Anja gibt uns einen Routen-Tipp für den nächsten Tag.

Dienstag, 12.06.2007
Wir wollen also versuchen, auf den besagten Hügel zu reiten. Nach dem Einlaufen scheint Clovis auch nicht leidend zu sein. Auch der letzte Bananenriegel wird heute noch verdrückt? Ich ziehe diesem eine hausgemachte Spätzli-Pfanne vor. Wir erleben einen wunderbaren Ritt, wo wir auch ausgiebig traben und galoppieren können und den Tag bei einem erneuten Bad (für die Pferde) im Rhein abschliessen. Trotz tadelloser Unterkunft, entschliessen wir uns, abends noch nach Hause zu fahren. Clovis macht diesem Unterfangen noch beinahe einen Strich durch die Rechnung. Aber nach etwas Geduld steht auch er im Transporter. Grenzübertritt klappt erneut problemlos und nach diversen Umleitungen fahren wir doch noch Richtung Zürich und trotz grossen Befürchtungen von mir, bringt uns der Jeep anstandslos kurz vor Mitternacht nach Hause.

Schön wars!

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