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Blütenritt in erholsamer Zweisamkeit im April 2009






Blütenritt in erholsamer Zweisamkeit im April 2009

Nach dem Arbeitsstress der letzten Tage und Wochen, geprägt von zig Überstunden und kaum die Möglichkeit, reiten gehen zu können, war eine Auszeit überfällig. Was gibt es Erholsameres für Geist und Seele, als unbeschwert und in aller Friedlichkeit auf dem Rücken der Pferde die Landschaft und die Natur genießen zu dürfen?
Unsere ländliche Gegend, von Oberschwaben, längs durch das Schussental bis hin zum Bodensee und den Alpen, bietet zu jeder Jahreszeit seine einzigartigen Motive.

Zur Zeit finden wir wieder einen prägnanten, nur sehr kurzweiligen Abschnitt des Frühjahres vor; die Baumblüte.
Auch wenn genau diese Jahreszeit für mein eigenes Wohlbefinden die schlimmste Jahreszeit ist, Pollen -Allergiker wissen, von was ich rede, so sind doch diese Bilderbuchpanoramen ein absolutes Muss.
Also ab, hinein in die Höhle des Löwen!

Am Sonntag, 27.4.09 startete ich ( leider ohne meine Frau ) zu einer strammen Halbtagestour, ausgehend von Brugg über Brochenzell, Hirschlatt, Habratsweiler, Ailingen, Lindenholz, Krähenberg, Wannenhäuser, gestreift an Appenweiler, Weiler und wieder zurück nach Brugg, im Ganzen ca 24 km.

Schon beim Pferd putzen machte sich dieser gelbe Staub bemerkbar. Egal, Augen zu und durch. Wie immer sind die ersten Kilometer eher unspektakulär, weil man diese ?Kurzstrecken? doch häufiger reitet. Dann aber schon gleich nach Hirschlatt ging die Suche nach den Wegen los. An einer wunderschönen Waldlichtung entlang von blühenden Obstbäumen galt es, das Nadelöhr zum Einstieg in den Wald zu finden.

Es müsste nun schon ein Jahr vergangen sein, als ich hier zuletzt die Mündung suchte. Jedes Jahr holt sich der Wald wieder ein weiteres Stück zurück. Manchmal werden dann die Äste wieder gestutzt, in diesem Jahr war das noch nicht der Fall. Durch dichtes Gestrüpp durchgekämpft, verbarg sich dahinter dann der Weg, der sich an idyllischen Bächen und kleinen Tümpeln durch das kleine Waldstück schlängelt. Bald schon hatte ich die Kreisstraße nach Ailingen überquert und kam an den Aufstieg zur Kapelle in Habratsweiler. Von dort aus bot sich ein unbeschreibliches Panorama, welches sich weder mit Worten noch mit den Fotos rekonstruieren lässt.

Ein gigantisches Farbenspiel zwischen blauem mit Wolken durchzogenem Himmel, farbenprächtigen Blüten, einem vom Wind aufgepeitschten See und im Hintergrund die noch teilweise mit Schnee bedeckten Berge. Der Weg hierher hatte sich mal wieder gelohnt!

Nach kurzem Verweilen ging es weiter durch dick mit Blüten übersäte Obstgärten über Lindenholz nach Krähenberg hinunter ins Tal der Schussen. Hier und da verratschte ich mich mit Bekannten, die ich des Weges traf.

Schon bald ging es wieder in Richtung Heimat über Weiler.
Noch kurz bei Wagners im Saloon in Weiler noch einzukehren, gehört eben so obligatorisch mit zum Abschluss eines gelungenen und sehr schönen Rittes wie hinterher ein Fußbad für die Pferde in der Schussen.
An dieser Stelle möchte ich meine Frau ganz lieb grüßen, die aus gesundheitlichen Gründen leider am Ritt nicht teilnehmen konnte und uns zu einem leckeren Spargelgericht daheim erwartete.
Mit knapp 150 Fotos konnte ich ihr wenigstens einen kleinen Eindruck von diesem Ritt tröstend vermitteln. ?Spatz, nur noch 8 Wochen, dann ist es überstanden und Du kannst wieder mit!
Hab Dich ganz doll lieb!?
Liebe Grüße, Oli

Weitere Fotos gibt es in der Galerie
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